Teesamenöl

Wenn die Teepflanze nicht künstlich durch Beschneiden in der vegetativen Phase gehalten wird, kommt sie in die reproduktive Phase und bildet zuerst Blüten und später Samen. Genauer bechrieben wird das im Beitrag “Das Beschneiden der Teepflanze”.

Aus diesen Samen könnten neue Teesträucher gezogen werden, was aber heute eher unüblich ist, da die Vermehrung über Stecklinge erfolgt, was viele Vorteile, aber auch einige Nachteile hat, worauf hier aber nicht eingegangen werden soll.

Weggeschmissen werden die “Teenüsse”, wie sie auch genannt werden, aber in aller Regel nicht, denn man kann ein hochwertiges Öl aus ihnen herstellen, das einen süsslich-grasigen Geschmack hat und hellgrün ist, und dadurch etwas an Grüntee erinnert. Traditionell benutzt wird es in ländern mit langer Teetradition wie zum Beispiel China, Japan oder Vietnam. Hier wird es zum Kochen benutzt, aber es hat ebenfalls eine jahrhunderte alte Tradition als Pflegemittel für Haare und Haut, zudem wird es als hervorrangendes öl zur Messerpflege empfohlen.

Verwendet werden nicht nur Samen von Camellia sinensis, dem Teestrauch, sondern überwiegend Samen von Camellia oleifera, einer sehr nah verwandten Pflanze. 

Zum ersten Mal las ich vor einigen Jahren von Kamelienöl, als ich mich mit japanischen Küchenmessern beschäftigte. Diese haben teilweise sehr gut zu schärfende Klingen, die aber anfällig gegen Korrosion sein können. Wird die Klinge mit Kamelienöl dünn eingerieben, ist der Stahl sehr gut geschützt. Die empfindlichen Holzgriffe können ebenfalls behandelt werden, wodurch auch die Maserung hervorgehoben wird.

Zur Haarpflege gibt man einige wenige Tropfen in die Hände, und verreibt es dann ins gewaschene, noch leicht feuchte Haar. Das Öl bleibt dann im Haar und macht es weich, hilft bei Spliss, beruhigt zudem die Kopfhaut.
Interessant ist noch, dass die Haare der sumoringer intensiv mit mit Kamelienöl eingerieben werden, um das typische aussehen zu erreichen.

Ein Video über die Herstellung von Teesamenöl:

In früheren Zeiten war Kamelienöl ein preiswertes Alltagsprodukt, mittlerweile ist es allerdings recht teuer geworden. Nimmt man es nicht zum Kochen, kommt man allerdings mit kleinsten Mengen aus.

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