Schwarzer Tee: Die Oxidation / Fermentation

Schwarzer Tee ist der in Europa am häufigsten getrunkene Tee. In China wird er nach der Aufgussfarbe "roter Tee" genannt. 

Schwarzer Tee wird oxidiert

Es handelt sich beim Schwarztee um einen oxidierten Tee, nicht um einen fermentierten, wie oft noch geschrieben wird.
 
Nach dem Pflücken und Welken wird der frische Tee in der Teefabrik "gerollt", wodurch das Blatt aufgebrochen wird. Darüber kann der Zellsaft mit Sauerstoff reagieren, was chemisch als Oxidation bezeichnet wird.
 
Es sind dabei keine Mikroorganismen beteiligt, die für eine Fermentation notwendig wären.
 
 

Typische Fermentationsprodukte:

Joghurt
Kefir
Sauerteig
Sauerkraut
Miso
Wein
Bier

Hier bei nehmen Bakterien, Pilze oder andere Mikroorganismen eine enzymatische / fermentative Umarbeitung vor.

Die Oxidation macht Schwarztee haltbarer

Durch die Oxidation beim Schwarztee werden die empfindlichen Catechine umgewandelt, wodurch der Tee haltbarer wird. Er ist somit für längeren Transport besser geeignet, zudem ist er lagerfähiger. Ein gut aufbewahrter Schwarztee ist auch zwei Jahre nach der Ernte noch voll im Aroma. Wichtig ist, ihn trocken, kühl und vor Licht geschützt aufzubewahren.

Die gerade erwähnten Catechine im Grüntee geben dem Aufguss schnell eine herbe Note, die nicht jedem liegt. Über die Oxidation werden die Catechine in Theaflavin und Thearubigen umgewandelt, wodurch man einen mideren Aufguss erhält. Theaflavin und Thearubigen geben zudem dem Schwarztee seine dunkle Farbe.
 

Pu-Erh wird fermentiert

Wichtig ist die Unterscheidung von Oxidation und Fermentation zudem für die Abgrenzung von Schwarztee und Pu-Erh.
 
Pu-Erh wird über Mikroorganismen veredelt. Er wird also fermentiert.
 
Zusammenfassung:
Schwarzer Tee wird oxidiert
Pu-Erh wird fermentiert
Grüner Tee wird weder oxidiert noch fermentiert
 

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