Der Teegarten Hathikuli in Assam

autor: michael grote – teegasse

Der Teegarten Hathikuli (auch Hatikhuli) liegt im indischen Assam im hügeligen Umland zum Brahmaputra. Zwischen dem Estate und dem grossen Strom liegt lediglich noch ein Teil des bekannten “Kaziranga Nationalpark”. 
 
Kaziranga Nationalpark und Hathikuli  
In diesem ursprünglichen Naturreservat, das aus Sümpfen, Hochgrashabitaten und Wäldern besteht, leben Grosstiere wie Panzernashörner, Wasserbüffel, Bären, Tiger und auch Elefanten.
 
Es überrascht daher auch nicht wirklich, was der Name des Teegartens übersetzt bedeutet: “Hathi”  leitet sich vom assamesischen Wort für Elefant ab, “Kuli” heisst oft/viel. Sinngemäss also in etwa “der Platz, der oft von Elefanten besucht wird”. Während des Monsuns werden weite Teile des Kaziranga vom Brahmaputra überschwemmt, und viele Tiere müssen während dieser Zeit das Naturschutzgebiet verlassen. Sie ziehen dann wie eh und jeh in die umliegenden Hügel – (nicht nur) wenn dort ein Teegarten entstanden ist, kann es zu Problemen kommen. Mancher wird Bilder und Videos kennen, auf denen man Elefanten in Assam durch Teegärten spazieren sieht. Glücklicherweise kommt das nicht all zu oft vor, und meist verlaufen diese Begegnungen harmlos.
Elefanten im Kaziranga Nationalpark
2007 begann Hathikuli, nicht zuletzt auf Grund der Nähe zum Kaziranga, mit der Umstellung vom konventionellen auf den biologischen Anbau, was 2011 abgeschlossen wurde. Das feucht-warme Klima, das duch den Monsun beeinflusst wird, ermöglicht die durchgehende Ernte von März bis Dezember. Die Verarbeitung findet in einer modernen Anlage im Teegarten statt. Produziert werden orthodoxe, aber auch CTC-Tees, zudem werden einige Grüntees hergestellt. Neben Tee wird schwarzer Pfeffer angebaut.
 
Für die Mitarbeiter und ihre Familien, es leben fast 4.000 Menschen auf Hathikuli, stehen Häuser zur Verfügung, zudem hat der Teegarten ein eigenes Krankenhaus, und man ist auch sonst um das Wohl der Einwohner bemüht, ähnlich wie es in anderen, gut geführten Teegärten in Indien der Fall ist.
 
Man kann Hathikuli einen hohen Standard bei Anbau und Verarbeitung zusprechen. Die Schwarztees von hier sind weit oxidiert/fermentiert, somit sehr dunkel, fast schwarz, und besitzen je nach Qualitätsstufe, mehr oder weniger viele goldene Blattspitzen/Tips. Der Geschmack ist intensiv aromatisch, honigartig, angenehm malzig. Man kann die ätherischen Öle teilweise auf der Oberfläche des aufgegossenen Tees schwimmen sehen.
 
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Hathikuli ist ein nicht alltäglicher Teegarten in Assam, der Mensch und Natur respektiert, und zudem sehr gute Tees zu fairen Preisen liefert.

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