uttaranchal kausani – tee aus dem himalaya

neben dem weltbekannten darjeeling und den angrenzenden teeanbaugebieten in sikkim und nepal, gibt es zwei weitere regionen im himalaya, in denen tee angebaut wird: himachal pradesh und uttaranchal.

uttaranchal ist ein indischer bundesstaat, der seit 2006 uttarakhand heisst. ähnlich wie bei ceylon/sri lanka oder formosa/taiwan, werden die tees jedoch immer noch (teilweise) mit den alten namen bezeichnet. teetrinker sind halt etwas ruhiger und gelassener in vielen dingen… 😉

uttaranchal liegt, wie bereits erwähnt, im himalaya, und grenzt u.a. an den indischen bundesstaat himachal pradesh, sowie an tibet und nepal. von darjeeling liegt uttaranshal allerdings über 1000 km entfernt, denn nepal liegt mit seiner vollen ost-west ausbreitung zwischen den beiden gebieten.

uttaranchal kausani und darjeeling stadt sind markiert. die entfernung der anbaugebiete kann man gut abschätzen.

kausani ist eine stadt in uttaranchal, und  war wie darjeeling, ooty (nilgiri berge), nuwara eliya (sri lanka) eine hillstation für britische kolonialbeamte und ihre angehörigen, die hier die heissen sommermonate verbrachten. es ist dort, auf fast 1.900m höhe, deutlich kühler als im tiefer gelegenen umland. die umgebung der stadt ist landschaftlich ausgesprochen reizvoll. wegen der vorhandenen ähnlichkeit, wird sie auch die schweiz indiens genannt.

der teeanbau spielt hier keine so wichtige rolle wie in anderen anbaugebieten indiens. erste anbauversuche soll es zwar bereits um 1840 gegeben haben, aber kommerziell und in grösserem maßstab, wurde lange zeit kein tee in uttaranchal angebaut.

1993/94 wurde vom bundesstaat eine initiative gestartet, bei der tee in grösseren, zusammenhängenden gärten produziert werden sollte. dazu wurde land von kleinstbauern gepachtet, zudem wurde den bauern arbeit in den teefeldern zugesagt. seit 2000 wird in der “kausani tea factory” kommerziell tee erzeugt, der auch in den export geht. die jahresproduktion beträgt derzeit 70 tonnen. weitere teegärten befinden sich im aufbau.

angepflanzt werden zu 75% teepflanzen aus darjeeling, zu 25% kreuzungen aus darjeeling und assam. produziert wird orthodoxer tee, zum teil im biologischen anbau. zur guten anbaulage in den bergen um kausani, kommen also sehr hochwertige teepflanzen und gute verarbeitung hinzu.

uttaranchal kausani SFTGFOP1

tee aus diesem kleinen anbaugebiet wird kaum in deutschland angeboten. wenn doch, ist er leider oft wegen der geringen nachfrage nicht sehr frisch. die empfehlung: tee aus darjeeling, sikkim oder nepal  verwenden. 

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