teeanbaugebiete in indien

der teeanbau in indien geht auf briten zurück.

china besaß zunächst die beherschende stellung beim teeanbau. um von dieser monopolartigen vormacht unabhängig zu werden, begann die britische ostindien-kompanie, tee in indien anzubauen.

zum einen gab es bereits eine in assam einheimische teepflanze, zum anderen wurden teepflanzen und -samen heimlich aus china geschmuggelt (unter anderem von robert fortune).

die regionen, in denen tee in indien angebaut wird, sind übersichtlich. 

grob kann man sich an den drei großen gebirgsketten indiens orientieren:

-anbaugebiete im und nah dem himalaya (nordindien)
-anbaugebiete in den westghats
-anbaugebiete in den ostghats

teeanbaugebiete indien, karte:

 

teeanbaugebiete im und nah dem himalaya

darjeeling (roter pfeil):
im vorderen himalaya gelegen, kommt aus dem distrikt darjeeling der vermutlich beste tee indiens. auf höhen bis zu 2.000 metern wird meist in hanglagen tee angebaut. je nach erntezeit, sind diese zu beginn fruchtig-leicht (first flush), oder später warm und körperreich (second flush).

sikkim (roter pfeil):
der zweitkleinste indische bundesstaat grenzt an darjeeling, und die tees von hier ähneln auch dem des bekannteren nachbarn. es gibt nur einen teegarten, das temi teaestate, das erst 1969 gegründet wurde.

terai und doars (bei darjeeling):
die genaue geographische lage von terai und doars ist nicht ganz einfach zu beschreiben in wenigen sätzen. auf indien und den teeanbau begrenzt, kann man die gebiete zusammen als bindeglied zwischen darjeeling und assam betrachten. produziert werden überwiegend ctc-tees, die kräftig und dunkel sind. sie sind vielen als bestandteil von englischen teemischungen/blends unbewusst bekannt. zudem sind die tees von hier oft die schwarztee komponente des indischen masala chai.

assam (gelber pfeil):
der indische bundesstaat assam liegt zu beiden seiten des brahmaputra und ist von tropischem klima geprägt. hier wuchs der tee bereits wild, ehe er von briten aus china nach indien eingeführt wurde.
assam bildet das größte zusammenhängende anbaugebiet weltweit, und produziert neben einfachen alltagstees auch viele feine sorten. der körperreiche, oft malzig-schwere tee von hier ist die basis für den bekannten ostfriesischen tee.

himachal pradesh und uttaranchal (heute uttarakhand) (blauer pfeil):
zwei weniger bekannte anbaugebiete im himalaya. die tees von hier erinnern ein wenig an die aus darjeeling, was durch die lage, aber auch durch die teepflanzen erklärbar ist, die teilweise aus darjeeling eingeführt wurden.

teeanbaugebiete in den westghats

nilgiri (schwarzer pfeil):
in der gebirgskette der westghats liegen die nilgiri berge. in höhen bis auf 2.000 m werden heute überwiegend mittlere qualitäten produziert, die grösstenteils ähnlichkeit mit den ceylonesischen tees haben.

kerala (nah nilgiri):
ein bundesstaat in den westghats, wo tees ähnlich denen aus den nilgiris hergestellt werden.

teeanbaugebiete in den ostghats

orissa (heute odisha) (pinker pfeil):

ein bundesstaat in den ostghats, der tee für den indischen markt produziert.

es existieren weitere kleinere anbaugebiete, die für den export nach europa aber unbedeutend sind.

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