teeanbau in mosambik

hügelige landschaft mit teefeldern bei gurué

in afrika gibt es eine ganze reihe von ländern die tee anbauen. führend ist kenia, als drittgrösster produzent weltweit, aber auch aus anderen ländern afrikas kommt tee auf den weltmarkt.

zum beispiel aus mosambik. der teeanbau begann hier um 1930, und geht nicht auf briten zurück, sondern auf portugiesen, die diesen teil afrikas als kolonie annektiert hatten.
 
 
um die stadt “gurué” liegt ein grosses anbauzentrum. an den hängen des nahegelegenen “monte namuli”(2400 m höhe) wurden ab 1929 erste teeplantagen angelegt, die im laufe der jahre systematisch erweitert wurden. durch diese günstige berglage regnet es hier häufig, und die temperaturen liegen unter dem tropischen durchschnitt des landes. besonders während der regenzeit sind die nächte relativ kühl, was dem gedeihen von teepflanzen sehr entgegen kommt.
 
ein weiteres anbaugebiet liegt im grenzgebiet nahe bei thyolo/malawi. 
 
der teeanbau in mosambik wurde lange zeit von portugal gefördert, und entwickelte sich so zu einem der wichtigsten wirtschafsfaktoren im land. allerdings waren es ausschliesslich weisse portugiesen, die den teeanbau steuerten. die einheimische schwarze bevölkerung wurde, wie so oft in kolonien, lediglich als arbeitskraft eingesetzt.

die wirren von befreiungs- und anschliessendem bürgerkrieg, sollen nicht thema dieses postings sein, und werden daher lediglich erwähnt. mittlerweile liegt die produktion des tees in den händen der einheimischen menschen.

der in mozambik produzierte tee ist ein solider alltagstee. er ist mild, ohne viel bitterstoffe, und man kann ihn daher gut längere zeit ziehen lassen. er ähnelt ein wenig dem portugiesischen tee von den europäischen azoren. ein posting über den teeanbau auf den azoren gibt es ebenfalls im tee-fokus.
 
hund00021