kukicha, karigane und hojicha

bei der herstellung von sencha, kabusecha und gyokuro, den wichtigsten japanischen blatttees, fallen nebenprodukte an, die ebenfalls als tees auf den markt kommen. 

sie sind qualitativ zwar unter den tees anzuordnen, von denen sie abstammen, aber sie sind auch preiswerter. bei guten ausgangstees kommen auch gute nebentees zustande.

rechts gerösteter, links ungerösteter stengeltee

kukicha und karigane

der blattstengel und die grobe mittelrippe des teeblatts sind in den haupttees (sencha/kabusecha/gyokuro) unerwünscht, und werden aussortiert. sie sind der hauptbestandteil von kukicha.

kuki bedeutet im japanischen stengel/ästchen, cha bedeutet tee.

kukicha bedeutet also übersetzt stengeltee. um den geschmack zu intensivieren, wird den stengeln und blattrippen teilweise ein anteil blatttee beigemischt.

karigane ist im grunde kukicha, aber von besserer qualität. die ausgangstees sind also hochwertiger.

kukicha und karigane werden zum teil auch geröstet. es gibt also geröstete und ungeröstete sorten.

hojicha

als hojicha werden verschiedene tees bezeichnet, die immer eine röstung bekommen haben:
gerösteter kukicha oder karigane trägt gelegentlich diese bezeichnung, daher wird er hier auch hier mitbeschrieben.
häufiger werden allerdings geröster sencha und bancha, also blatt-tees, so bezeichnet.
hojicha kann folglich aus kukicha/karigane hergestellt werden, aber auch aus sencha/bancha, und ist immer geröstet.

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