konacha – bis auf den letzten krümel

konacha

konacha fällt als nebenprodukt bei der herstellung anderer japanischer tees an.

ko steht dabei für krümel, cha für tee.

bei der verarbeitung fällt besonders beim rollen der teeblätter bruchmaterial in form von krümeln an. diese kleinsten bestandteile werden ausgesiebt, und kommen als konacha in den verkauf.

um den basistee für konacha zu beschreiben, ist folgende schreibweise möglich:

“sencha ko” wenn sencha der ausgangstee ist, und entsprechend

“gyokuro ko”, wenn es gyokuro ist.

diese beiden krümeltees sind die am häufigsten angebotenen.

die qualität des konacha ist (etwas) schlechter als die des ausgangstees. wenn dieser jedoch hochwertig ist, sind folglich auch seine krümel relativ hochwertig. geschmacklich ist konacha ähnlich dem ausganstee.

die preise liegen in aller regel unter denen der ausgangstees. man kann über gyokuro ko folglich günstig einen tee bekommen, der ähnlich einem echten gyokuro schmeckt.

ein weiterer vorteil ist die sehr schnelle und einfache zubereitung, denn konacha gibt durch seine krümeligen blätter, die beim aufguss sehr intensiv umspült werden, schnell aroma ab, ist zudem nicht sehr empfindlich gegen heisses bis kochendes wasser.

es gibt zwei aufgiessmöglichkeiten:

1. möglichkeit: den tee in die kanne geben, mit heissem bis kochendem wasser aufgiessen, einige sekunden ziehen lassen, (durch ein haarsieb) abgiessen.

2. möglichkeit: tee in ein haarsieb geben, über einer tasse heisses bis kochendes wasser auf den tee geben. beim durchfliessen nimmt das wasser bereits genügend aromastoffe auf - schneller kann man tee kaum zubereiten.

aufgegossener konacha

unter dem namen “agari”, wird konacha in sushi-bars als tee zwischen und nach den mahlzeiten gereicht. er soll den mund reinigen und auf neue speisen vorbereiten. vielleicht hat mancher diesen tee bereits getrunken, ohne es zu wissen.

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