bio tee aus darjeeling: der makaibari teegarten

makaibari ist einer der ältesten und traditonsreichsten teegärten in darjeeling. er wurde 1859 gegründet, und erstreckt sich von 650 bis auf 1.300 m höhe. er war nie im besitz von briten, was in darjeeling einmalig ist.

in der vierten generation ist die indische familie banerjee eigentümer*. der urenkel des gründers und derzeitige besitzer, swaraj kumar banerjee, ist ein ungewöhnlicher mensch. er nennt sich auf der makaibari homepage “rajah, the peniless king”, was soviel wie “rajah, der könig ohne geld” bedeutet. seinen teegarten, zu dem 7 dörfer für die mitarbeiter und ihre familien gehören, betrachtet er als (s)ein kleines königreich. gerne reitet er in kolonial anmutender kleidung durch sein estate, und wenn man ihn so betrachtet, fühlt man sich um 100 jahre zurückversetzt in das britische indien.

rajah banerjee ist der paradiesvogel unter den teegartenbesitzern in darjeeling.

man könnte nun glauben, dass dieser kauzige mensch in der vergangenheit lebt, und an überholten vorstellungen festhält. was man zunächst sieht, ist aber nur die eine seite des “königs”.

der pionier beim biologisch-dynamischen teeanbau

die andere seite ist die des erneuerers, der werbewirksam alte pfade verläßt um neue wege zu gehen. er war 1988 der erste, der in darjeeling seinen teegarten biologisch bewirtschaftete. einige jahre später (1991) ging er noch einen schritt weiter, und stellte auf den biologisch-dynamischen landbau um. bei dieser dynamischen form wird in besonderem maß auch wert auf gute bodenbeschaffenheit gelegt.

“die essenz von makaibari ist der kompost”,

sagt banerjee daher auch gerne. in der praxis bedeutet dies, dass er auf die ausgelaugten böden eine gesunde und aktive schicht humus hat auftragen lassen. die teesträucher können so wieder kräftige wurzeln und gute blätter entwickeln für erstklassige darjeeling tees. er packte das problem bei den wurzeln an, was man in diesem fall durchaus wörtlich nehmen kann.

zunächst als spinnerei belächelt, blieben seine erfolge beim teeanbau nicht aus. immer mehr teegärten sind zwischenzeitlich banerjees vorbild gefolgt, und haben ebenfalls auf biologische, oder biologisch-dynamische wirtschaft umgestellt.

von makaibaris 670 ha gesamtfläche sind heute lediglich 270 ha bewirtschaftet. ein sehr grosser teil der nicht mit teesträuchern bepflanzten gebiete ist alter oder aufgeforsteter, artenreicher regenwald. hier leben, um nur ein beispiel zu nennen, zahlreiche vögel, die wiederum als natürliche insektenvertilger den teegarten gesund und im biologischen gleichgewicht halten. andererseits dienen wälder auch dazu, böden vor erosion und erdrutschen zu bewahren, was im bergigen darjeeling ausgesprochen wichtig ist.

es wird grösster wert auf einen harmonisch abgestimmten teegarten gelegt, der kein fremdkörper, sondern bestandteil in der natur ist. ziel ist hierbei zudem nicht maximaler ertrag, sondern vielmehr konstanz bei den ernteerträgen. der „herr von darjeeling“ mag merkwürdig und weltfremd erscheinen, aber er steht recht sicher mit beiden beinen im leben – zumindest dann, wenn er nicht gerade durch sein königreich reitet…

die makaibari first flush und second flush gehören zu den weltweit besten tees! 

*makaibari ist mittlerweile in den hauptbesitz der "luxmi group" übergegangen. rajah banerjee hält noch 10% der anteile, und ist wie bisher der leiter des teegartens.

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