darjeeling tee – unverkennbar in seiner art

kanchenjungs von darjeeling aus gesehen

das teeanbaugebiet darjeeling liegt im kühlen vorgebirge des himalaya. es ist speziell der einfluss des kanchenjunga/kangchendzönga (8586 meter höhe), der hier das klima prägt. leichter frost mit schnee ist im winter keine seltenheit.

der teestrauch ist ursprünglich eine pflanze der warmen tropen und subtropen. das kühle klima macht den teeanbau also recht schwierig. es bedingt aber auch ein langsames wachstum, was qualitativ hochwertigen tee liefert.

hinzu kommt die höhe (bis zu 2.000 m) und die oft steile lage der teegärten, wodurch die sonneneinstrahlung intensiver wird. ebenfalls faktoren für guten tee.

durch die ausgeprägten jahreszeiten entstehen unterschiedliche erntezeiträume mit unterschiedlichen tees. in ganzjährig warmen teeanbaugebieten ist diese ausprägung so nicht vorzufinden.

in kurzform: der tee in darjeeling

-wächst langsam
-wächst in hoch- und steillagen
-ist jahreszeitlich geprägt

diese faktoren machen den tee u.a. so einzigartig.

die jahreszeitliche prägung ist besser unter ihren erntenamen bekannt, zum beispiel first flush darjeeling und second flush darjeeling.

der "new style" darjeeling tee

viele jahre wurde der tee ohne grosse beachtung der jahreszeiten geerntet, anschliessend stark oxidiert/fermentiert, und dann vielfach als teemischung auf den markt gebracht. zusammen mit einem schuss milch oder sahne waren (und sind) solche dunklen und kräftigen darjeeling tees sehr gut geeignet für die britische teatime.

man kann aber mehr aus diesen tees machen!

in den späten 1960er jahren verfeinerte man dann die schwarzteeherstellung:

-mann liess den tee länger welken, wodurch sich mehr aromastoffe entwickeln konnten.
-der anschliessende rollvorgang wurde behutsamer durchgeführt. dadurch entwickelte sich weniger wärme in den teeblättern, und die empfindlichen aromen blieben erhalten.
-man verkürzte die oxididation/fermentation, wodurch der charakter des tees in richtung oolong verschoben wurde.

durch diese massnahmen entstanden völlig andere tees. man konnte nun die unterschiede zwischen einzelnen teegärten und ernteperioden schmecken, was bei der alten herstellung so nicht möglich war.

hierüber konnte man die individuellen merkmale von ernteperioden und teegärten zu dem ausbauen, was sie heute sind. eine bereicherung an teesorten aus darjeeling ist so entstanden, die teefreunde in aller welt begeistert.

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