das beschneiden der teepflanze

man unterscheidet bei der teepflanze im laufe eines jahres zwei wachstumsphasen:

-die vegetative phase
-die reproduktive phase

-in der vegetativen phase wächst die pflanze, treibt also ständig neue äste und blätter aus, was erwünscht ist, damit die blatternte entsprechend hoch ausfällt, also letztendlich viel tee produziert werden kann.

-in der reproduktiven phase wächst sie kaum noch, treibt dafür blüten und später früchte aus, was unerwünscht ist, da dadurch natürlich die ernte geringer ausfällt.

um die teepflanze zu stimulieren, in der vegetativen phase zu bleiben, wird sie daher regelmässig (etwa alle 4 jahre) zurückgeschnitten, wozu es verschiedene techniken gibt, die von anbaugebiet zu anbaugebiet unterschiedlich sein können. ein anderer vorteil dieses schnitts ist, dass der so genannte pflücktisch, also der bereich in dem die pflückerinnen ernten, eine gute arbeitshöhe hat, und schmale arbeitswege in den teegärten erhalten bleiben.

die grundhöhe und die form der teesträucher, die ja teilweise eher teehecken genannt werden können, wird also nicht nur durch das pflücken der teeblätter, sondern besonders durch den rückschnitt erreicht.

ausnahmen davon gibt es natürlich zum beispiel dort, wo der anbau nicht intensiv, sondern eher extensiv betrieben wird, wo tee also wild oder halbwild wächst, und kein rückschnitt erfolgt. in diesen fällen werden die sträucher teilweise sehr gross, und zur ernte werden oft leitern benötigt, oder die pflücker klettern in die teebäume.

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