aracha – ein besonderer tee aus japan

(fast) jeder in japan geerntete tee wird zunächst ein aracha, ein grüner rohtee. überwiegend wird er weiterverarbeitet (z.b. zu sencha oder gyokuro), aracha kann aber auch getrunken werden. 

aracha - der rohtee

 
aracha - japanischer rohtee
 

die herstellung gliedert sich in folgende hauptschritte:
-ernte
-dämpfen
-antrocknen
-rollen
-trocknen

ernte:

die ernte erfolgt beim grössten teil der in japan produzierten tees unter zuhilfenahme von gartengeräten und -maschinen. das spektrum beginnt bei kleinen gartenscheren, und endet bei mähdrescherartigen, motorbetriebenen fahrzeugen. nur ein kleiner teil wird für höchstwertige tees von hand geerntet.

dämpfen:

direkt nach der ernte wird der tee mit wasserdampf gedämpft. das hat unterschiedliche gründe: zum einen werden die blatteigenen enzyme deaktiviert, die sonst das blatt fermentieren/oxidieren (wie beim schwarztee), zum anderen bleibt das blattgrün erhalten, wodurch der aufguss seine farbe bekommt. weiterhin werden die harten blätter geschmeidig gemacht, was für die weiterverarbeitung (rollen) wichtig ist.

antrocknen:

anschliessend werden die blätter ein erstes mal angetrocknet, um das überschüssige wasser aus der dämpfung zu entfernen, und sie für die weiteren schritte der produktion tauglich zu machen.

rollen:

nun werden die blätter unter wärmezufuhr und mit langsam zunehmendem druck gerollt. dieser vorgang dient dazu, die zellstruktur im blatt aufzulösen, was die spätere extraktion beim aufguss erleichtert. früher wurde dies von hand auf speziellen tischen gemacht, was zeitaufwändig und körperlich anstrengend war. heute werden dazu fast immer ausgetüftelte maschinen eingesetzt.

dieser vorgang wird wiederholt, evtl. leicht abgewandelt im bezug auf wärme und druck. das genaue vorgehen bei der produktion ist nicht vorgeschrieben. es ist abhängig von den teeblättern und der philosophie des teemeisters. 

trocknen

anschliessend wird der tee elektrisch getrocknet.

eine weitere aussortierung oder siebung erfolgt nicht. die blätter sind also unterschiedlich gross, ungeschnitten. blattstengel, blattrippen und blattbruch snd noch enthalten. aracha ist weitgehend ungemischt, also oft nur aus nur einem teegarten, bzw. einer kleinen produktionsgemeinschaft/-kooperative.

der grösste teil aracha wird nun von den eigentlichen teeproduzenten aufgekauft und zu beispielsweise sencha oder gyokuro weiterverarbeitet. 

es gibt verschiedene aracha, zum beispiel aracha-sencha, der zu sencha weiterverarbeitet wird, oder aracha-gyokuro, der von beschatteten feldern stammt, und zu gyokuro weiterverarbeitet wird.

hund00021